Tipps zum Wanderschuhkauf: Darauf musst du achten, wenn du Wanderschuhe, Outdoorschuhe oder Trekkingschuhe kaufen willst.

Mit diesen 14 Tipps findest du die perfekten

 Wanderschuhe

Stell dir vor, du hast die perfekte Wanderung geplant. Ein abwechslungsreicher Weg, der dich auf schmalen Pfaden die Stille der Natur genießen lässt. Frische, klare Luft und tolles Wetter, das dich den hektischen Alltag vergessen lässt. Und dann das: die Schuhe drücken und du bekommst Blasen. Die falschen Schuhe können dir den Outdoor-Spaß ganz schön vermiesen. Mit den richtigen Schuhen hingegen geht alles.

 

Der richtige Wanderschuh ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand eines Wanderers. Diesen zu finden, stellt allerdings eine ziemliche Herausforderung dar. Für jeden Bereich gibt es spezielle Passformen, Sohlen und Materialien und die Auswahl ist riesig. Ein einzelner Schuh besteht heutzutage aus bis zu 200 Einzelteilen. Doch nicht jeder Schuh passt zu jedem Fuß. Das passende Modell muss perfekt sitzen und mehrere Kriterien erfüllen.

 

Bei einer kurzen Anprobe im Geschäft ist es allerdings gar nicht so einfach festzustellen, ob der Schuh bei einer langen Wanderung auch wirklich den ganzen Tag bequem ist. Um dir die Auswahl zu erleichtern, findest du hier die besten und hilfreichsten Tipps für den perfekten Wanderschuh und wie du erkennen kannst, ob der Schuh bei dir optimal sitzt.

 

Zunächst solltest du folgende Frage klären: Wofür brauchst du den Schuh?

 

Im Bereich Outdoor-Bereich lassen sich Schuhe grob in die drei Kategorien Wandern, Trekking und Alpin unterteilen und die Auswahl ist riesig.

 

• Wanderschuhe

Wanderschuhe sind sehr leicht und bestehen meistens aus Nylon oder Leder. Sie haben eine flexible Sohle mit gutem Abrollverhalten. Diese Art der Schuhe eignet sich besonders für Tagestouren sowie für Touren von zwei bis drei Tagen auf hauptsächlich befestigten Wegen.

 

• Trekkingschuhe

Trekkingschuhe sind robuster als Wanderschuhe, da sie eine feste Sohle mit grobem Profil haben sowie einen höheren Abrollwiderstand haben. Daher eignen sie sich bestens für unwegsames Gelände. Zudem sind die Schuhe oft wasserdicht.

 

• Bergstiefel

Dank ihrer steifen, festen Sohle mit dem groben Profil und der Dämpfung bieten Bergstiefel auf besonders kleinen Felsvorsprüngen guten Halt und sind damit die richtige Wahl für Hochtouren sowie für Wanderungen mit schwerem Gepäck.

 

 

 

#1: Auf die Größe kommt es an

 

Die richtige Schuhgröße zu finden, kann eine ziemliche Herausforderung darstellen. Sind die Schuhe zu klein, wird es spätestens beim Bergabgehen ziemlich unangenehm, da sich der Fuß beim Abrollen nach vorne schiebt. Außerdem schwellen die Füße während einer langen Wanderung deutlich an. Damit die Schuhe auch am Ende einer langen Tour noch gut passen, sollte genug Platz zwischen Zehenspitze und Schuh sein. Deshalb sollte die Zugabe etwa eine Daumenbreite Abstand betragen und die Zehen dürfen auch oben nicht anstoßen. Generell gilt: die Wanderschuhe lieber eine Größe größer als deine eigentliche Straßenschuhgröße kaufen.

 

Um die richtige Länge zu prüfen, entnimmst du die Einlegesohle der Schuhe und stellst dich mit deinem Fuß auf die Sohle. Achte darauf, dass die Ferse hinten sauber abschließt. Zwischen deinen Zehen und dem Sohlenrand sollte nun ein etwa daumenbreiter Abstand sein (ca. 1cm).

 

 

#2: Wandersocken

 

Gute Wandersocken sind an den Fersen und Zehen zusätzlich gepolstert, um Bewegungen optimal zu dämpfen. Sie bestehen aus atmungsaktivem und antibakteriell ausgestattetem Funktionsmaterial, das Feuchtigkeit optimal nach außen transportiert. Dadurch bleiben die Füße auch auf einer längeren Wanderung trocken. Socken aus Baumwolle nehmen hingegen Feuchtigkeit auf und fördern so die Blasenbildung. Bei der Anprobe der Schuhe solltest du deshalb auch Wandersocken tragen, da diese dicker sind als normale Socken und deshalb Einfluss auf die Passform und Größe haben.

 

Falls du orthopädische Einlegesohlen oder spezielle Einlegesohlen für zusätzlichen Komfort beim Wandern in dem Schuh tragen wirst, solltest du diese aus dem gleichen Grund zum Schuhkauf mitbringen.

 

Kasten: Generelle Regel: Probiere den Wanderschuh mit deinen Wandersocken an. Um schmerzhafte Druckstellen zu vermeiden, sollten die Zehen etwa einen Zentimeter Platz nach vorne haben.

 

 

 

#3: Die richtige Passform

 

Neben der Größe ist auch die ideale Passform bei der Wahl des richtigen Wanderschuhs entscheidend. Beim Anprobieren im Geschäft sollte der Schuh auf Anhieb gut sitzen. Die Ferse darf sich im Schuh nicht bewegen, da sonst Blasen und Scheuerstellen drohen, die schmerzhafte Erinnerungen an die Wanderung hinterlassen. Auch der Mittelfuß muss gut fixiert sein, damit der Fuß den nötigen Halt im Schuh hat. Dazu muss sich der Wanderschuh gut schnüren lassen.

 

 

#4: Richtig schnüren

 

Bei der Schnürung lassen sich zwei Arten unterscheiden: Die Schnürung mit Textilschlaufen lässt sich leicht und schnell festziehen. Viele Schlaufenschnürungen haben oben einen Abschlusshaken, durch den sich der Schuh fester binden lässt. Tipp: Textilschlaufen, deren Bänder bis zur Sohle verlaufen, sorgen für mehr Stabilität beim Schnüren, wodurch sich der Schuh besser an den Fuß anpasst.

Die traditionelle Schnürung mit Haken und Ösen hat hingegen den Vorteil, dass sich der Schuh differenzierter binden und dadurch besser an den Fuß anpassen lässt. Praktisch sind Tiefzughaken, die verhindern, dass die Ferse im Schuh „schlupft“.

 

Um die Wanderschuhe richtig zu schnüren, sollte der Fuß nur mit der Ferse auf den Boden aufgesetzt und ganz nach hinten geschoben werden. Fuß und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel. Dann ziehst du die Schnürung am Spann von unten nach oben fest und fixierst sie, falls vorhanden, mit Hilfe der Tiefzughaken. Anschließend schnürst du den Schaft. Dabei kannst du etwas lockerer schnüren als am Mittelfuß. Die Schnürung sollte flüssig dabei laufen.

 

Der Schuh sollte am Spann mit guten Halt und nur minimalen Spielraum haben. Die Schnürung darf dabei aber nicht auf den Fußrücken drücken. Ist der Schuh zu locker geschnürt, so kann es passieren, dass der Fuß im Schuh keinen guten Halt hat und „schwimmt“. Dadurch riskierst du unnötige Verletzungen.

 

Tipp: den Schuh nach 10-15 Minuten nachschnüren, da sich dann etwas erwärmt hat und sich dadurch noch besser an den Fuß anpasst.

 

 

#5: Wanderschuhe nachmittags oder abends kaufen

 

Am besten probierst du die Schuhe am Nachmittag oder frühen Abend an. Am Morgen ist der Fuß etwas schmaler. Im Laufe des Tages schwellen die Füße leicht an und werden breiter und größer und die eigentliche Schuhgröße passt dann eventuell nicht mehr ideal. Durch die Anprobe zu einer späteren Tageszeit stellst du sicher, dass der Schuh auch nach einer langen Wanderung noch gut passt und keine unangenehmen Druckstellen verursacht.

 

 

#6: Knöchelhoher oder niedriger Schaft

 

Knöchelhohe Schuhe bieten dem Knöchel mehr Halt und schützen diesen so besser vor dem Umknicken. Sie eignen sich besonders im Gebirge, auf unebenen oder unbefestigten Strecken und für Tagestouren bzw. für mehrtägige Touren mit mittelschwerem Gepäck. Um einen guten Halt zu haben, muss der Schaft den Knöchel sicher umschließen und sich fest schnüren lassen. Dabei darf er auf keinen Fall drücken. Am oberen Rand sollte der Schaft etwas weicher sein.

 

Schuhe mit niedrigem Schaft sind leichter und flexibler. Auf Wald- und Wiesenwegen, für den Alltag draußen und für Wanderungen auf flachen und festen Wegen mit leichtem Gepäck sind sie deshalb die richtige Wahl.

 

 

Durch die Schnürung sollte sich der Schuh dem Fuß anpassen. Der Mittelfuß muss im Schuh gut fixiert sein und die Ferse darf nicht „schlupfen“. Ein hoher Schaft schützt den Knöchel vor dem Umknicken.

 

 

 

#7: Sohle

 

Je anspruchsvoller das Terrain ist, desto gröber, tiefer und steifer sollte das Sohlenprofil sein um auch auf nassen Steinen, rutschigen Matschwegen oder in feuchtem Gras genügend Boden-Haftung zu haben. Selbstreinigende Profile sind so entwickelt, dass sie durch die normale Fußflexionsbewegung beim Laufen den Schmutz loswerden. Dadurch behält das Profil seine Trittsicherheit.

 

VIBRAM-Sohlen sind besonders robust und dämpfungsaktiv. Durch ihr abrieb- und rutschfestes Profil bietet sie in jedem Gelände Halt und Trittsicherheit. Die spezielle Gummi-Mischung sorgt für maximale Rutschfestigkeit.

 

 

#8: Abrollverhalten

 

Bei Wanderschuhen sollte die Sohle vorne etwas hochgezogen sein um das Abrollen zu erleichtern. Der vordere Abrollpunkt sollte direkt unter dem Ballen liegen, da dies der natürliche Abrollpunkt des Fußes ist. Je runder ein Schuh über den Vorderfuß abrollt, desto angenehmer trägt er sich. Je anspruchsvoller das Gelände, desto höher sollte der Abrollwiderstand sein. Bei kurzen Wanderungen auf befestigten Wegen kann der Fuß mehr Arbeit übernehmen. Bei schwierigeren Touren unterstützt ein hoher Widerstand den Fuß und sorgt für sicheren Tritt.

 

 

Je schwieriger das Terrain, desto gröber, tiefer und steifer die Sohle. Je höher der Gummianteil der Sohle, desto griffiger und rutschfester die Sohle.

 

 

 

 Ausstattung

 

#9: Material

 

Genau wie bei Passform und Sohle ist auch bei der Wahl des idealen Materials wichtig, was du vorhast. Textile Gewebe wie Mesh, Nylon oder Polyester sind leicht und atmungsaktiv. Schuhe aus Grobtextil sind ideal für kurze Wanderungen und den Alltag draußen. Das wasserdichte Isotex macht den Schuh zum perfekten Begleiter auf nassem Boden oder im Schnee.

 

Wanderschuhe aus Leder oder aus einer Nylon-Leder-Kombination sind schwerer und eignen sich besonders für anspruchsvollere Wanderungen. Lederschuhe enthalten keine wasserfeste Membran. Dadurch sind sie atmungsaktiver und bei regelmäßiger Imprägnierung dauerhaft wasserabweisend.

 

 

Je nach Einsatz müssen deine Wanderschuhe unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Diese Tabelle gibt dir einen Überblick über die Materialien.

 

 

#10: Zehenkappe

 

Dein neuer Wanderschuh sollte im Zehenbereich mit einem robusten Gummi- oder Lederrand verstärkt sein. Die Zehenkappe schützt das Material und den Fuß bei Kollisionen mit Steinen, Stöcken und Wurzeln. Eine Verstärkung an der Ferse bietet zusätzlichen Schutz und Formstabilisierung.

 

 

#11: Geröllschutz

 

Der Geröllschutz läuft um den Schuh herum und verhindert, dass sich das Material schnell abreibt. Zudem schützt er den Fuß.

 

 

 

#12: Lass dir Zeit bei der Auswahl deiner neuen Wanderschuhe

 

Wanderschuhe sind bei einer längeren Wanderung ein unverzichtbarer Begleiter und können im Gegensatz zu Wanderbekleidung unterwegs nicht so einfach ausgetauscht werden. Daher solltest du dir für den Kauf deiner neuen Wanderschuhe genügend Zeit nehmen, da du oft erst nach einer Weile merkst, ob die Passform zu deinem Fuß passt. Teste die Schuhe mindestens 15 Minuten im Stehen, Sitzen und Gehen und schnüre sie nach etwa zehn Minuten neu, um sie besser an deinen Fuß anzupassen.

 

Das passende Paar Wanderschuhe muss perfekt sitzen. Achte dabei darauf, dass der Schuh im Fersenbereich fest sitzt und nicht „schlupft“, da du sonst Blasen riskierst. Der Mittelfuß sollte fest fixiert sein und die Zehen brauchen etwa einen Zentimeter Platz nach vorne. Der Schaft muss den Knöchel ohne zu drücken fest umschließen und Halt bieten. Bei stabileren Modellen ist das Abrollverhalten wichtig. Der Abrollpunkt sollte direkt unter dem Ballen liegen.

 

 

#13: Tests

 

Mit diesen Tests kannst du auch im Laden feststellen, ob der Schuh in unterschiedlichen Situationen gut sitzt. Nimm die daher beim Kauf genug Zeit, um die Schuhe unter möglichst realistischen Bedingungen ausgiebig testen zu können.

 

• Kurzer Sprint mit abruptem Abbremsen

• Treppen steigen

• Auf den Zehenspitzen laufen

 

Achte dabei auf folgende Punkte: Hat die Ferse bei diesen Übungen festen Halt im Schuh? Gibt der Schuh genug Halt am Knöchel und Spann? Haben die Zehen ausreichend Platz nach vorne? Wenn du diese Fragen mit ja beantworten kannst, stehen die Chancen gut, dass du deinen neuen Begleiter gefunden hast. Letztendlich solltest du dich immer für das Modell entscheiden, das die Passformkriterien am besten erfüllt. Dann wirst du mit der richtigen Pflege viele Jahre Freude an deinen Wanderschuhen haben.

 

 

Neben all diesen Tests ist vor allem dein persönliches Gefühl entscheidend.

 

 

 

#14: Nach dem Kauf: Einlaufen

 

Bevor du zu einer längeren Wanderung aufbrichst, solltest du deine neuen Wanderschuhe erstmal gut einlaufen. Moderne Schuhe bestehen aus weichen Materialien und schmiegen sich deshalb schon beim ersten Gehen an den Fuß an. Deshalb ist eine lange Anpassungsphase, in welcher der Schuh seine endgültige Form bekommt, nicht notwendig. Trotzdem solltest du die Schuhe einlaufen, um eventuelle Probleme rechtzeitig zu bemerken.

 

 

Mit diesen Tipps findest du hoffentlich deinen perfekten Wanderschuh. Komm bei uns im Outdoor Outlet vorbei und lass dich von uns beraten. Wir helfen dir gerne, deinen idealen Outdoor-Begleiter zu finden / den richtigen Schuh für dein nächstes Outdoor-Abenteuer zu finden.

 

Mit diesen 14 Tipps findest du deinen passenden Wanderschuh für jede Gelegenheit - ob Tagestour oder mehrtägige Wanderung. Mit Checkliste.
Um den perfekten Wanderschuh für deine zukünftigen Outdoor-Abenteuer zu finden, musst du einige Aspekte beachten. Diese Tipps helfen dir dabei!

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